An Tagen wie diesen - wünsch ich mir

Als ich mir vor einigen Tagen vorgenommen hatte, einen neuen Blogbeitrag zu schreiben, hat erst mal nichts geklappt.

Worte haben sich vor meine Gedanken geschoben und ich musste Satz für Satz wieder löschen.

Es war so ein Tag, an dem es so leicht war, mich wertlos und unzugänglich  zu fühlen. Und ich fand viele Gründe dafür.

Ich habe mich dann anders entschieden.

Draußen hat es geregnet, es war dennoch warm und so bin ich bin aufgestanden, bin durch den warmen Regen um die Kirche gelaufen. Warmer Herbstregen auf der Haut, nasses T-Shirt, Haare die mir die Sicht genommen haben, barfuß bin ich in jede Pfütze gesprungen.

Das hab ich früher oft gemacht und auf einmal habe ich mich wieder richtig „richtig“ gefühlt.

Bob Marley sagte: manche Menschen fühlen den Regen, manche werden nur nass.

Ich durfte den Regen fühlen. WOW.

Zu Hause habe ich mich dann aufgepeppt: ein super tolles Outfit angezogen, bin für ein paar Momente ganz in die Stille gegangen, habe mir selbst die Freiheit gegeben, zu sehen und zu hören was im Moment wirklich da ist, anstatt was da sein sollte, gewesen ist oder erst sein wird. Musik laut gemacht, einen Kaffee getrunken, kurz telefoniert und dann habe ich begonnen zu schreiben.

An Tagen wie diesen, die uns alle heimsuchen, können wir uns manchmal selbst Gutes tun, um wieder in unsere Kraft zu kommen und auch darin zu bleiben.

Es gibt eben diese Tage, an denen wir glauben, an der Wand zu stehen.

Nur weg wollen, aussteigen, nichts mehr fühlen wollen und trotzdem funktionieren,  eine Rolle spielen, die uns vertraut ist.

An Tagen wie diesen ist es ein Leichtes, innerlich ein Drama zu inszenieren, sich in den Schmerz zu verkriechen und zu leiden.

An Tagen wie diesen können wir uns auch selbst unterstützen, wieder in die eigene Kraft zu kommen.

 

Und für jeden von uns gibt es unendlich viele Möglichkeiten – wenn wir uns daran erinnern, was in uns steckt.

Indem wir verrücktes TUN, die Musik laut machen, mittanzen, langsam oder wild        (meine Nachbarschaft kennt meine Lieblings-Aufbau-Musik)

Indem wir uns selbst einen Smiley auf den Bauch malen und dabei lächeln. Noch besser ist es, sich diesen von jemanden aufmalen lassen. Er wirkt Wunder.

Indem wir in der teuersten Bluse Waffeln backen und spontan Freunde einladen die spontan fast alle kommen.

Indem wir uns selbst achten, auf uns selbst schauen, auf die eigene Klarheit, den eigenen Selbstwert, die eigne Selbstliebe und das eigene Leben, uns selbst würdig begegnen.

An Tagen wie diesen könn(t)en wir es schaffen, Zeit, die wir sonst  mit Wünschen und Hoffen und Bangen verbringen, damit verbringen, wieder zu fühlen was wir haben, womit wir beschenkt sind, wie einmalig schön jeder ist. Dann könnte sich unser Leben endlich um den Rest kümmern.

An Tagen wie diesen, an denen wir unter der Bettdecke verschwinden wollen, an denen alles anders kommt als wir es uns gewünscht haben, macht es wenig Sinn darauf zu warten, dass jemand vor der Türe steht und eine riesige Tüte Sonnenschein vorbeibringt und uns rettet.

 

An Tagen wie diesen können wir nur annehmen was wir haben

Hier und Jetzt.

Die Trauer, die Wut, den Schmerz, die Demütigung, die Verzweiflung.

Und die Liebe.

Und sie allesamt einladen mit uns zu tanzen, barfuß den Regen zu fühlen, Waffeln zu backen,

uns mit dem Moment anzufreunden. Dadurch vereinfacht sich das Leben ungemein.

Meistens.

An Tagen wie diesen geht es nicht darum zu tun, als wäre alles in Ordnung.

Sondern einfach nur mal anzunehmen, dass SUPER mit dem Schmerz sich verbindet.  Und dass beides sein darf.

An Tagen wie diesen können wir selbst erfahren, wie viel Kraft in uns steckt, können uns der Unzulänglichkeit und dem damit verbundenen Schmerz widmen, ihn auflösen und die Verwandlung erleben die dann geschehen kann.

Darauf vertrauen, dass sich alles ordnen wird.

Im göttlichen Sinn. Wenn wir würdig in unsere eigene Kraft zurück finden.  

Und ich lache, wenn ich durch den Regen laufe. Warmer Herbstregen auf der Haut, nasse Kleidung und Haare die mir die Sicht nehmen. Mit nackten Füßen durch den warmen Regen tanzen, mit Anlauf in Pfützen springen und mich richtig „richtig“ fühlen.

Gerettet. 

die starkMacherin

Seit 2004 mache ich meine Kunden glücklich. Ich biete Coaching zur Lebensverbesserung und Trainings für Unternehmenskultur.

Erfahrung habe ich eine ganze Menge. Ich werde engagiert, wenn private Probleme drücken, wenn das berufliche Glück stagniert - egal wo es zwickt. Meine Kunden sind Menschen, die im Coachinggespräch unter vier Augen besonders schnell Lösungen erkennen und umsetzen wollen. Wenn Sie mich engagieren, bekommen Sie strukturiertes, lösungs- und zielorientiertes und effizientes Coaching. Ich freue mich außerordentlich auf die Zusammenarbeit mit Ihnen.